Nach dem ich nun die erste Hälfte des Matthäusevangeliums durch habe, fange ich mit dem Lukasevangelium an. Der Hauptgrund ist, das wir in 3 Wochen bei Rock Berlin anfangen werden, durch das Evangelium zu gehen. Ich freue mich, mal wieder dieses Evangelium genau anzusehen.
1 Da es nun schon viele unternommen haben, einen Bericht von den Ereignissen zu verfassen, die sich unter uns zugetragen haben, 2 wie sie uns die überliefert haben, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes gewesen sind, 3 hat es auch mir gut geschienen, der ich allem von Anfang an genau gefolgt bin, es dir, hochedler Theophilus, der Reihe nach zu schreiben, 4 damit du die Zuverlässigkeit der Dinge erkennst, in denen du unterrichtet worden bist.
Ich möchte einfach mit "Teophilus" mich auf die Reise machen, und neu entdecken, was sich damals zugetragen hat.
Matthäus 3, 11-17:
Das ist wahrscheinlich die Frage, die jeder der Anwesenden hatte, als Jesus sich taufen lies. Wir lesen ja gerade den Kommentar von Tom Wrigth in unseren Stillen Zeit. Und heute fordert er uns heraus, die Geschichte von Jesu Taufe mit neuen Augen zu sehen. Er versucht uns in die Menschen von damals hineinzuversetzen.
Das erste, was ich toll fand ist, dass er in Vers 11 schon anfängt. Die Taufe selbst ist erst ab Vers 13 und die beiden anderen Verse gehören noch zu Johannes Dienst. Aber es macht so viel mehr Sinn. Johannes gibt in den Versen 11 und 12 diese großartige Beschreibung von Jesus. Alle, die ihm zu hören, können es kaum erwarten, ihn endlich zu sehen. Den Messias, den, der alles ändern wird. Gewaltig und mit Macht.
Und dann kommt er. Und was passiert. Er will sich von Johannes taufen lassen. Häh? Wieso denn das?
Wir kennen die Geschichten von Jesus schon so lange und so gut, dass uns manchmal gar nicht mehr auffällt, was da eigentlich passiert. Wir denken gar nicht mehr darüber nach, dass da Dinge passieren, die gar nicht so natürlich sind. Wir wissen, dass es zu Gottes Plan gehört, aber das macht es trotzdem nicht als das normalste, was passieren könnte.
Dieser Text und Tom Wrights Kommentar haben mich erneut herausgefordert, die Evangelien mit neuen Augen zu lesen. Was pssiert da eigentlich, Ist es einfach nur normal, weil ich es schon so oft gehört und gelesen habe?
Ich möchte einfach auch euch herausfordern, die Evangelien mal so zu lesen, als ob ihr nicht das Ende der Geschichte kennt. Ich glaube, wir werden viele neue Dinge lernen.
Matthäus 2, 1-12:
Matthäus macht durch die Geschichte mit den drei Weisen weiter deutlich, dass Jesus als König geboren wurde.
Aber das ist nicht, was mir aufgefallen ist, sondern Vers 3:
"Als aber der König Herodes es hörte, wurde er bestürzt und ganz Jerusalem mit ihm;"
Es ist mir glaub ich noch nie aufgefallen, dass auch die Bewohner von Jerusalem bestürzt waren, über diese Frage. Es macht Sinn und ist mehr als verständlich, dass Herodes ein Problem damit hatte. Er ist nicht wirklich ein Nachfahre der Könige von Israel und hatte sowieso immer die Angst, das jemand ihn von seinem Thron stoßen will.
Aber warum sind die EInwohner von Jerusalem bestürzt? Ich hab nicht wirklich eine Antwort darauf. Ich hätte eher gedacht, dass sie das als froheBotschaft annehmen würden. Mit Hoffnung, dies könnte endlich der sein, der Israel befreit. Aber sie sind bestürzt. Haben sie Angst vor Unruhen? Haben sie Angst vor den Veränderungen? Ich weiß es nicht.
Aber mir ist ea auch schon mehrmals passiert, dass ich mir etwas sehr gewünscht habe, dass es passiert, und dann, als ich merkte, es kann pasieren, hatte ich Angst. Das ist schon komisch.
Matthäus 1, 18-25:
In diesem Abschnitt werden 2 Namen von Jesus erwähnt:
1. Jesus: Gott ist Rettung
2. Immanuel: Gott ist mit uns
Das sind die ersten Namen, die wir im Neuen Testament finden, und Matthäus nennt sie zur Geburt - am Anfang von Jesu Leben auf der Erde. Und sie sind eine schöne Zusammenfassung von dem, was Jesus uns mitteilen will. Er ist bei uns, und er ist derjenige, der uns rettet. Wir sind nicht allein. Wir sind nicht einsam und wir sind nicht allein mit unseren Problemen. All dies haben wir in Jesus.
Ich finde, dass dies eine gute Tatsache ist, über die ich gerne mehr in den nächsten Tagen nachdenken möchte, bis wir dann wieder die Geburt von Jesus feiern.
Seid längerer Zeit versuche ich rauszufinden, wie ich meine Zeit mit Gott verbringen soll. Ich hatte oft das Gefühl, dass ich mehr lernen will. Nun haben wir uns den ersten Band einer neune Kommentarserie von Tom Wright (oder auch N.T.Wright) besorgt. Es ist der erste Teil des Matthäusevangeliums. Ich werde damit versuchen, anzufangen, die Bücher des Neuen Testamentes genauer zu studieren. Ich hoffe, dass ich dies wirklich auch in die Tat umsetze und ich mir die Zeit jeden Tag nehme.
Matthäus 1, 1-17:
Dies ist für viele oft nur eine lange Liste von Namen. Aber für mich ist es schon seit längerem immer wieder interessant, was man beim genauen Hinschauen zu alles entdeckt. Schon vorher ist mir aufgefallen, dass es sehr interessant ist, dass Frauen in der Auflistung der Vorfahren auftauchen. Das ist schon allein interessant, da
damals nicht viel zählten. Also warum sie überhaupt erwähnen? Für die Abstammung, um rauszufinden, wer diese Person Jesus ist, zählen doch sowieso nur die Männer? Wenn man dann auch noch genauer hinguckt, welche Frauen hier erwähnt werden, wird die ganze Sache noch interessanter:
Tamar - die Schwiegertochter von Juda, die mit ihrem Schwiedervater geschlafen hat
Rahab - die Prostestuierte aus Jericho
Ruth - die Moabiterin
Batsheba (oder nur als die Frau Uriahs bezeichnet) - die Frau, mit der König David eine Affäre hatte
Dies sind nicht unbedingt Geschichten, auf die man stolz sein würde, und die man erzählen würde, wenn man jemanden von seinem Familienhintergrund erzählt. Und trotzdem nennt Matthäus sie hier. Warum?
Ich finde es genial, da dadurch einfach gezeigt wird, dass Gott anders denkt und handelt, als wir uns das uns vorstellen und das er zweite Chancen vergibt. Wir denken, dass dies nicht unbedingt eine Familiengeschichte, für den Sohn Gottes ist. Diese sollte doch perfekt sein. Aber so ist es nicht, und das gibt mir Mut, da auch meine Vergangenheit nicht perfekt sein muss, damit Gott mich gebrauchen kann. Auf der anderen Seite zeigt es, dass Gott uns vergibt und auch Dinge, die nicht seinem Willen entsprechen, für etwas Gutes benutzen kann.
Aber das ist noch nicht alles. Als ich heute den Kommentar gelesen habe, ist mir zum ersten Mal aufgefallen, dass hier ganz klar gezeigt wird, dass Jesus ein Nachkomme Davids ist, also der rechtmäßige König von Israel. Und das war in der damaligen Zeit nicht unbedingt etwas, dass man groß herauposaunte, da der König, nicht ein Nachfahre Davids war, und es deshalb nicht gerne sah, wenn Leute ihm sagten, dass es dort jemanden gibt, der rechtmäßig anspruch auf seinen Thron hat. Ich habe nie darüber nachgedacht, was das für Folgen für Matthäus haben könnte.
Aber dies ist wichtig für Matthäus.
Ich möchte einfach mich und auch alle anderen dazu ermutigen, das nächste Mal, die Geschlechtsfolgen genauer zu lesen. Manchmal steckt dort mehr drin, als man so denkt.
Letzten Samstag hatten wir mal eine andere Art der Anbetungszeit. Wir gehen gerade durch eine Predigtreihe über Anbetung und an diesem Samstag ging es um Gott mit den Gendanken anbeten. Ein Teil von der Zeit wurden wir mit verbundenen Augen geführt und gingen durch Farbe und dann auf einem großen Blatt Papier. Unsere Füßabdrücke waren braun. Vor wir alle rüberliefen, ist einer mit roter Farbe darüber gelaufen und da gibt es nun die roten Füße in Mitten der ganzen braunen. Dieses Bild sprach mich so sehr an, dass ich anfing ein Gedicht darüber zu schreiben. Ich merkte richtig, wie Gott mir die Gedanken gab. Hier ist das Gedicht:
In unserer Mitte
Wenn ich so die Fußstapfen betrachte
die großen und die kleinen
alle zusammen ein großes Durcheinander
und doch so genial im Detail
dann fühle ich mich geborgen
geborgen in meiner Familie
Wir gehören zusammen
gehen in dieselbe Richtung
chaotisch und doch geordnet
mit großen oder kleinen Schritten
geradeaus oder etwas kurvig
und doch alle zum selben Ziel
Und da in unserer Mitte
in dem Chaos der schwarzen Füße
in dem Chaos unseres Lebens
sehe ich deine Füße - rot
rot der Liebe, rot des Opfers
das rote Band, das alles zusammenhält
das rot in unserer Mitte
Danke, dass du da bist
mal deutlich sichtbar
mal versteckt in der Masse unseres Lebens
doch wenn man bereit ist zu sehen
immer da in unserer Mitte
Danke, dass du dich finden läßt
finden läßt in unserem Leben
im Leben von jedem von uns
in unserer Mitte
In unserer Kleingruppe lesen wir gerade das Buch "Neun Wege, Gott zu lieben". Das Buch dreht sich darum, dass es mehr als nur die typische Stille Zeit gibt, um Gott zu begenen. Und es zeigt dann auch verschiedene Tyen auf und deren Art Gott zu begegnen. Letzen Mal war ich dran, den Abend zu leiten. Es ging um den Natur-Typen. Jemand, der sich in der Natur Gott am nächsten fühlt. Ich bin auch so jemand und nach dem Abend war ich etwas deprissiv. Ich merkte einfach mal wieder, wie wenig Natur es in Berlin gibt, und wie sehr ich zu Hause vermisse. Die großen leeren Wälder, in denn ich allein mit Gott sein konnte. Ich konnte Gott anschreien ohne das sich jemand mit besorgten Blick zu mir umdrehte. Aber hier in Berlin gibt es in unserer Nähe nur die Parks und dort bin ich nie alleine.
Ich sah keinen Ausweg aus diesem Dillema. Und ich gab Gott meinen Frust über diese Situation. Und das war die Wende. Am nächsten Morgen auf dem Weg zum Spielplatz zeigte Gott mir, dass er auch in dem bisschen Natur zu finden ist, die ich in der Umgebung um unsere Wohnung finden kann. Und das auch das stille Gebet auf dem Weg zum Spielplatz eine Zeit sein kann, in der ich Gott begegne. Auf diesem Weg zum Spielplatz zeigte Gott mir einfach die Wunder in der Natur in unserer Umgebung - den Wind, der mit den Blättern in den Bäumen spielt; Blumen, die an Stellen wachsen, wo man normalerweise keine erwartet; wie toll die halbwilden Rosen im Park sind. Einfache Dinge, die mir die Nähe Gottes und seine Größe bewußt werden lassen und ich war überwältigt, wie schnell und genial Gott mein Gebet erhört hat. Er ist zu gut zu uns- dies hatte ich nicht verdient.
Mittlerweile sind wir bei den letzten Versen von Kolosser 1 angelangt. Und heute lag der Fokus auf dem Vers 24a:
"Ich freue mich, wenn ich für euch leiden darf."
Jedesmal, wenn ich diesen Vers lese, denke ich, wie das zusammen passt. Wie passen Freude und Leid zusammen. In meinem Denken sind das eher Gegensätze. Ist Paulus nun etwas verrückt, so dass er zwei gegnsätzliche Gefühle gleichzeitig hat - Leiden und Freude?
Im Verlauf des Studiums für heute, sollten wir dann Verse nachlesen, die erklären, dass dies für uns Christen keine Gegensätze sein sollten.
Ich habe euch das alles gesagt, damit ihr in mir Frieden habt. Hier auf der Erde werdet ihr viel Schweres erleben. Aber habt Mut, denn ich habe die Welt überwunden. Johannes 16,33
2 Liebe Brüder, wenn in schwierigen Situationen euer Glaube geprüft wird, dann freut euch darüber. 3 Denn wenn ihr euch darin bewährt, wächst eure Geduld. 4 Und durch die Geduld werdet ihr bis zum Ende durchhalten, denn dann wird euer Glaube zur vollen Reife gelangen und vollkommen sein und nichts wird euch fehlen. Jakobus 1,2-4
Gott segnet denjenigen, der die Prüfungen des Glaubens geduldig
erträgt. Wenn er sich bewährt hat, wird er das ewige Leben empfangen,
das Gott denen versprochen hat, die ihn lieben. Jakobus 1,12
6 Freut euch deshalb von Herzen! Vor euch liegt eine große Freude, auch wenn ihr für eine Weile viel erdulden müsst. 7 Dies
dient nur dazu, euren Glauben zu prüfen, damit sich zeigt, ob er
wirklich stark und rein ist. Er wird erprobt, so wie Gold im Feuer
geprüft und geläutert wird - und euer Glaube ist Gott sehr viel
kostbarer als bloßes Gold. Wenn euer Glaube also stark bleibt, nachdem
er durch große Schwierigkeiten geprüft wurde, wird er euch viel Lob und
Herrlichkeit und Ehre einbringen an dem Tag, an dem Jesus Christus der
ganzen Welt offenbart werden wird. 1. Petrus 1, 6-7
Gott hat euch in seiner Gnade durch Jesus Christus zu seiner ewigen Herrlichkeit berufen. Nachdem ihr eine Weile gelitten habt, wird er euch aufbauen, stärken und kräftigen; und er wird euch auf festen Grund stellen. 1. Petrus 5,10
Diese Verse fordern mich immer wieder heraus, meinen Blickwinkel auf meine Umstände und meine Situation zu ändern und sie von Gottes Perspektive aus zu sehen. Dann macht es Sinn, dass man sich im Leid freuen kann ohne ein bisschen verrückt zu sein. Ich bete, dass Gott mir hilft, gerade in schwieriegen Zeiten, mich an diese Verse zu erinnern, Sie waren gerade heute eine super Ermutigung, da das Leben hier in Berlin gerade nicht so einfach ist. In der Gemeinde ist viel los, und mein persönliches Famlilieleben ist auch ein wenig stressig. Aber gerade der Vers in Johannes 16 hat mir da sehr geholfen und den werde ich versuchen, in den nächsten Tage wirklich für mich in Anspruch zu nehmen.
"Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes" (Kolosser 1, 15a)
In meinem Bibelstudium über Kolosser, dass oich zur Zeit in meiner Stillen Zeit durchgehe, ist dies der Vers für diese Woche. Wir gehen gerade durch die Verse 15-20, die sich darum drehen, wer Jesus ist. Und der Anfang ist dieser Vers. Ich weiß eigentlich, dass Jesus Gott wiederspiegelt, aber ich war dieses Mal mal wieder davon beeindruckt. Sooft kommen Gedanken hoch, dass wir nicht wissen, wie Gott ist, er fühlt sich so fremd und fern an, da er nicht neben uns sitzt und wir nicht seine Stimme höhren können. Aber wir haben Jesus. Ich finde diesen Vers so witzig. Jesus ist das BILD des UNSICHTBAREN Gottes. Wie kann man ein BIld von etwas machen, das unsichtbar ist :)?
Naja, mein Punkt ist, dass ich mir die Evangelien durchlesen kann und sehe, wie Jesus gelebt hat, wie er mit Schwierigkeiten umgegangen ist, was er sagte ..... Und dadurch sehe ich Gott, der diese DInge tut. Ich sehe Gott geifbar in menschlicher Form - verständlicher für mich. Und das finde ich einfach nur cool, dass Gott Mensch wurde, damit wir ihn sehen können.